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Die Äste Abajis Stammbaumes zeigen in alle erdenklichen Himmelsrichtungen: Ein Urgroßvater war Armenier, eine Urgroßmutter Griechin. So ist man auch nicht weiter überrascht, dass er in Beirut, Libanon geboren und in französischer Sprache aufgezogen wurde. Besonders seine Vorliebe für pakistanische Sufi- und Hindi-Musiktraditionen spürt man auf der CD »Nomad Spirit«, die wie ein ruhiger Trip in eine orientalische Welt anmutet. »Berber Blues« der marokkanischen Sängerin Cherifa Kersit ist die perfekte Ergänzung dazu, denn die Berberin führt nordafrikanische Tradition in Reinform vor: Sheikhat ist kein bestimmtes musikalisches Genre, sondern vielmehr die Bezeichnung für musikalische und tänzerische Aktivitäten. Ein traditioneller Song entsteht meist so: Der Lutar-Spieler (die Laute der Berber) gibt ein Muster vor, die Sängerin stimmt ein und zeigt mittels der Komplexität ihrer Stimmführung ihr Können. In diesem Improvisationsumfeld werden die Songzeilen entwickelt. Kein leichtes Stück Musik, die Sogwirkung entsteht aber dank Cherifas prägnanter Stimme und den vorwärts treibenden Rhythmen allemal.

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