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Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who’s Who der norwegischen Experimentalszene. Neben Jan Bang an den Tasten finden wir die Vokalistin Sidsel Endresen, den Ausnahmegitarristen Stian Westerhus, den Trompeter Arve Henriksen und seinen bekannteren, aber nicht unbedingt spannenderen Kollegen Nils Petter Molvaer. Hinzu kommen Dai Fujikura, Erik Honor Tuule Kann und einige mehr. Mit vielen dieser MusikerInnen hat Jan Bang früher schon gespielt, « Narrative From The Subtropics » ist also eine Art Klassentreffen, hört sich auch ein bisschen an wie ein Best-of der norwegischen Experimentalmusik. Es gibt die schwebenden, im ewigen Eis eingefrorenen Trompetensounds, es gibt folkloristische Einschübe, es gibt sperrig-minimalistische Präludien, natürlich trotzdem hübsch verträumt, und hin und wieder grammelt und klickt es, weil sich ein Hauch von Elektronik seinen Weg bahnt. Ein sehr hübsches Album, keine Frage. Am ehesten vergleichbar mit einem impressionistischen Gemälde, alles wirkt wie hingetupft, zugleich herrscht eine eherne Coolness wie auf einer Schwarzweißfotografie aus den 1940ern (die Bilder von Ansel Adams beispielsweise). Birth of the norwegian cool.

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Text
Curt Cuisine

Veröffentlichung
27.09.2014

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