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Stephen Wilkinson aka Bibio fand nun endlich den »Pop«. Alle seine Fieldrecording-, Loopwrestling- und sonstigen Techniken sind noch immer in Spurenelementen vorhanden, aber hier wird all die Technik dem guten, knalligen Song untergeordnet. Eine champagnergetränkte Hymne nach der anderen. Im irren Stück »K Is For Kelson« gibt’s ein Zusammentreffen von Starsky & Hutch und Afrobeat. Sein Geschmack ist demnach sehr vielseitig und Bibio hat schon Phasen des Heavy-Metal-Konsums mit Jazz und Nick Drake sowie Steve Reich absolviert. Dies hört man auch in seinen Kompositionen. »Bokeh« ist übrigens der japanische Fotografenausdruck für »blur« oder sogar »Demenz« – es geht um Defokussierung des Bewusstseins. Seine Philosophie ist auch sehr sympathisch – unterschätze niemals deine Zuhörer! So klingt das Album auch sehr reif und ausgearbeitet.

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Text
Hans Kulisch

Veröffentlichung
12.04.2011

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