archive-image-placeholder-v2

Für ihre erste Solo-CD hat sich die polnische Klangkünstlerin Anna Zaradny in ein Klangfeld begeben, das voll ist mit Drones, Schichten und sonstigen seltsamen Sounds. Nach ihrer Musikausbildung und dem Studium von Musikern wie Pauline Oliveros, David Tudor oder Gordon Mumma spielte sie u. a. mit Tony Buck oder Karkowski. Zwei paradoxe Linien lassen sich bei Zaradnys Musik ausmachen: Während sie einerseits sehr aufgeräumte und entschlackte Grundstrukturen anwendet, kommt die Ausarbeitung oft beinahe orchestral daher. Was den beiden »Mauve«-Stücken eine spannende Dynamik und Vielschichtigkeit verleiht. Stimmt schon, Frauen haben in diesem Feld der Musik einen schweren Stand. Würde diese CD bei einem amerikanischen Electronica-»Jungs«-Label rauskommen, würde sie wahrscheinlich ungleich mehr Beachtung finden. Wie auch immer: »Mauve Circles« kann mich nicht überzeugen. Da gibt’s schon so viel Anderes – und mindestens ebenso Gutes – dazu. Trotzdem eine sehr solide Arbeit.

favicon

Home / Rezensionen

Text
Heinrich Deisl

Veröffentlichung
17.12.2008

Schlagwörter

Scroll to Top