archive-image-placeholder-v2

Soulos zweite Veröffentlichung auf Plug Research präsentiert sich als gezähmter Bastard, als eine herrlich relaxte, abseits der ausgelatschten Trampelpfade quer durch die Genres führende Klangreise. Psychedelischer (Post)-Rock mit einem guten Gespür für (meist elektronische) Details, die hin und wieder auch gerne als Verbindungsstücke zwischen den ruhigen, flächigen Klangteppichen – Godspeed You! Black Emperor im Zeitraffer – fungieren, wechseln sich mit symphonisch anmutenden Popkleinoden ab, die mir ins Bewusstsein rufen, wie es klingen könnte, wenn Tortoise sich weniger ernst nehmen und von einfallsreichen Indietronics-Acts remixen lassen würden. Ein Album, das trotz (oder gerade wegen?) seiner stilistischen Vielfalt und Offenheit – Zerissenheit hat so einen negativen Beigeschmack – nur in einem Stück gehört Sinn macht, und sich sehr bald als ein ganz großer Wurf zu erkennen gibt. Weit mehr als die Summe der einzelnen Teile.

favicon

Home / Rezensionen

Text
Tobias Bolt

Veröffentlichung
14.06.2003

Schlagwörter


Scroll to Top