Thomas Brinkmann

Klick

max.E.

Hier haben wir einen Datenträger im klassischen Sinne vor uns liegen. Schon das Coverartwork drängt unsere Assoziationen eher ins binäre Abseits. Beim Abspielen scheinen dann diese Informationen direkt zum Ergebnis zu führen. Thomas Brinkmann versteht es wie kein Anderer jeglichen Pathos auszulöschen und in einer beinahe penetrant repetitiven Stilistik erübrigen sich alle Spekulationen über den weiteren Verlauf der Darbietung. »Klick« ist das Paradebeispiel für künstliche Intelligenz durch Algorhythmierung. Konsequenter Minimalismus ist die Substanz dieser Arbeit, welcher sich mit fortschreitender Spieldauer eher als Subtraktion von Kurzweiligkeit darstellt als mit Reduktion auf das Wesentliche. Zerschnittenes Vinyl und magersüchtige Samplefetzen vermischen sich zu einem Tinnituspflegemittel deluxe, welches in keinem akustisch gepflegten Haushalt fehlen darf. Geeignet für digitale Loop-Fetischisten, abstinente Persönlichkeiten und Vulkanier. Mutig.