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Wenn früher ein Mann in den jüngeren Jahren verlassen wurde, soff er drei Tage durch, kurierte den Kater eine Woche bei Mama aus und machte sich noch etwas angeschlagen im Freundesverband wieder auf die Pirsch. Vielleicht zerlegte er auch noch ein Auto. Heute machen diese Burschen leberschonende Abschiedsalben. Sie zelebrieren meist über eine gute Stunde in 12 bis 16 Songs ihren Schmerz. Nathaniel Rateliff ist einer dieser Leidensmenschen, die uns ihre Pein nicht verbergen wollen. Sein Elend zelebriert er durchaus mit Inbrunst und Geschick in gewohnt sparsamer Instrumentierung, die der Songwriter von heute braucht, um seine Gefühle und seine Stimme besser transportieren zu können. Liebe Leute, seid mir nicht böse, aber ich kann so etwas nicht mehr hören. Geschätzte Jungmänner, bitte schreibt einen rasenden Song, der nach drei Minuten zu Ende ist oder greift wieder zu Alkohol und Mama.

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