Talvin Singh

Ha

Island

Nach großen Vorgaben durch das inoffizielle Debut »Calcutta Cyber Café« und den offiziellen Erstling »OK« (plus einigen Remixen daraus) nun »Ha«. Um es vorwegzunehmen, dieses Album fügt den britisch-indischen Club-Vibes wenig Nennenswertes hinzu. Die Tracks sind in sich zwar konsistent und in einiger Breite dargelegt, zwischen knappen fünf und zwölf Minuten lang. Die beiden herausragenden Songs stammen nicht aus Singhs Feder allein: Das rhythmusbetonte »Mustard Fields« mischt kräftige arabische Klangfarben bei, desgleichen die Cross-Culture-Mixed-Pickles von »The Beat Goes On«. Singh allein scheint das grausame Ende von d & b (Verdursten in furchtbarer Flaute) nicht wahrhaben zu wollen. Seine Versuche, die Dancefloors mit Jungle zu rocken, gehen, wie auf »Uphold«, geradezu peinlich daneben – oder gerinnen beim Versuch, eine höhere Ebene zu erreichen, zu Fadesse.