Dowdelin

Carnaval Odyssey

Underdog Records/Broken Silence/Hoanzl

Das Trio Dowdelin sind die Sängerin Olivya und die Produzenten und Multiinstrumentalisten David Kiledjian aka Dawatile und Raphael Philibert, allesamt aus Frankreich, wobei – was musikalisch eine gewisse Rolle spielt – Olivya und Philibert aus der Karibik stammen, genauer gesagt aus Martinique und Guadeloupe, also von den französischen Antillen, die eine ähnliche Bevölkerungsgenese und damit Musik haben. Das beeinflusst auch die Musik von »Carnaval Odyssey«, von der Muttersprache der Sängerin, Créole, über die Gwoka-Drum bis zu den (perkussiv unterlegten) Rhythmen. Die stärkeren Einflüsse kommen aber von Jazz, elektronischer Musik und HipHop, denen sich Kiledjian und Philibert in ihren anderen musikalischen Aktivitäten verschrieben haben. Die Kompositionen auf diesem Debütalbum sind skizzenhaft, poetisch, lautmalerisch, gelegentlich dezent »gekünstelt«, was ihnen einen poppigen Touch verleiht und gut mit HipHop zusammengeht. Wären die einzelnen Stücke etwas kürzer (und nicht jeweils um die drei Minuten lang), könnte man von Miniaturen sprechen – auch die Akzente, die die Blasinstrumente setzen, geben den Songs immer wieder eine atmosphärische Note von Jazz-Poems. »Future Kréol« nennen die drei ihren Sound, und zu ihrer verspielten Fusion passt auch die Cover-Collage mit ihren exotischen Assoziationen punktgenau.