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Für diese Art von ähm ?? Musik muss man eigentlich eine eigene Bezeichnung einführen. Denn es handelt sich um »nicht direkt zugängliche Musik«, also ndz-Musik, oder, wenn wir cool sein wollen, niditsu-music. Das klingt fernöstlicher und beschreibt auch schön den inneren Zustand der völligen Offenheit gegenüber dem Kosmos, den man braucht, um die 45 Minuten lang währende Spielerei mit Soundeffekten zu genie&szligen, die durch das Herumspielen mit Tonabnehmern auf flohmarkthandelsüblichen Kassettenabspulgeräten von Gwilliam & Zeh erzielt wurde. Dass »dots« eine Struktur hat (in Form eines gewaltigen Crescendos und einem langen Nachbeben) ist in traditionell-musikalischer Hinsicht das einzig Bemerkenswerte daran. Aber wenn man etwa nicht wei&szlig, dass in diesem Track tagelange Tüftelei steckt (unter anderem wurden die Tapes erhitzt und wieder eingefroren), könnte man sich schon fragen, warum man eine Dreiviertelstunde lang einem kaputten Kassettenrecorder zuhören soll. Ein heroischer Sieg der Technik-Nerds. Sozusagen.

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Text
Curt Cuisine

Veröffentlichung
15.04.2011

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