Nash Kato

Debutante

B Track

Das Schicksal verwandelt die schönsten Dinge in die erniedrigendste Scheiße …Urge Overkill erhielten den wahrscheinlich größten Pressehype als Nachfolger Nirvanas in den Big Budget Himmel. 92 hieß das Hellooooo, MCA und den Bye Bye Vertragsbruch mit Touch + Go, dem wahrscheinlich konsistentesten und vertrauenswürdigsten US-U-Rock-Label. Danach: »Saturation« mit Hit »Sister Havana«, Tarantino + Uma Thurman, teure 70s-Retro-Designwear und harte Drogen. 95 der (kommerzielle, sicher nicht qualitative) Mega-Flop »Exit the Dragon«. 97 ein vergeblicher Regrouping-Versuch, Streit und aus. Kein Wunder, dass Steve Albini knurrig lacht, wenn UO-Drummer Blackie Onassis wieder zwei Jahre später Schwänze im Chicagoer Busbahnhof lutscht um seinen Heroinbedarf zu decken. Yeah, today is Blackies Birthday…count your candles, Boy! Dabei war der rüschentragende tongue-in-cheek-Schreigitarren-Pop voller ironischem Größenwahn und »History in Rock«-Referenzen immer zu exzellenten Sex-Funk-Grooves fähig. Was in der Asche bleibt: Das verlorene Drogenwrack Blackie. Der Rock-Pensionist Ed Roeser, der Tantiemen zählt und sich gelegentlich in Gastauftritten (zuletzt mit den Electric Airlines) zelebriert. Und Nash Kato, der vernünftigerweise vom Mittelwesten ins Bubblehead und Poser-Mekka L.A. gezogen ist um unvernünftigerweise ein dilletantisches UO-Revival-Album aufzunehmen. Was an coolen gemeinsamen Tracks aus dem Band-Erbe noch über war (meist aus der kurzen Duo-Zeit mit Onassis, höre »Rani«), versaut die average Glam-Idioten-Band, das cut-rate Soul-Backing kalifornischer Studiotussis und der desorientierte Mix. Oh, my …