Besetzte Bilder

Das Filmarchiv Austria zeigt von 5. Mai bis 26 Juni 2005 österreichische Filme aus den Jahren 1945 bis 1955. Spielort ist wie immer das Wiener Metro Kino. Zu sehen ist unter anderem der Klassiker 1 April 2000 aus dem Jahr 1952.

Bilder festigen die Erinnerung an historische Momente. Das gilt nicht nur für Fotos, sondern insbesondere für Filmbilder. Im Jubiläumsjahr – 50 Jahre Staatsvertrag – startet das Filmarchiv Austria am 5. Mai ein feines Festival, das österreichische Filme aus der Besatzungszeit versammelt: Österreichische Filmklassiker wie Die Deutschmeister (1955) oder Der Hofrat Geiger (1947) mit Hans Moser in der Hauptrolle (am 7.5., 16:45h) sind da zu sehen.

1. April 2000

Außerdem läuft der legendäre Science-Fiction-Film 1 April 2000 aus dem Jahr 1952, nämlich am 22. Mai um 17:00h im Metro Kino. Diesen Film hat mit Wolfgang Liebeneiner ein Regisseur aus der Nazi-Zeit inszeniert, vor der Kamera agieren Stars wie Josef Meinrad, Hilde Krahl und Curd Jürgens.

Eine Spezialleiste läuft von 26. Mai bis 19. Juni 2005 unter dem Titel Aufarbeitung oder Verdrängung – Der Nationalsozialismus im österreichischen Nachkriegsfilm, dem Regisseur Kurt Steinwender ist ebenfalls eine Retrospektive gewidmet, der sich in seinen Kinoarbeiten im Gegensatz zu unzähligen walzerseligen Produktionen realen sozialen Problemen annimmt und Außenseiter der Nachkriegs-Gesellschaft zeigt.

Spionage und Sound Of Music

Ergänzend zur Nachkriegsfilmreihe ist ein Special zwischen 20. und 30. Juni zu sehen: Kalter Krieg und Spionage zeigt unter anderem Klassiker wie The Third Man oder Die Vier im Jeep.
Tipp: Am 22.5 und 26.5. kann man sich um jeweils 19:30h auch The Sound Of Music (mit Julie Andrews und Christopher Plummer) anschauen. The Sound Of Music ist jener US-Musicalfilm, auf den man als Österreicher weltweit angesprochen wird: Ein Film, der einmal mehr beweist, wie Bilder kollektive Vorstellungen von Realität erzeugen oder verstärken – in diesem Fall ein idyllisches Familien- und Landschaftsbild, wenngleich die Protagonisten vor den Nazis fliehen müssen.

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