Taraf de Haïdouks

Band of Gypsies

Cramworld

Die in ihrer Heimat Rumänien weitgehend unbekannten – was mit belgischem Label und erfolgreichem Marketing im Westen zusammenhängt – Cymbalon-Ekstatiker legen ihr nunmehr schon viertes Album aufs Parkett. Ja, damit ließen sich spielend Hochzeiten beschallen … Auf »Band of Gypsies« passiert eine Ensembleerweiterung, die Klänge aus zwei Balkanländern auf die unvergleichlichen Cymbalon-Geigen-Akkordeon-Parforceritte treffen lässt. Quasi ist da kurzfristig eine Roma-Allstar-Band am Kochen. Der Bulgare Filip Simeonov bläst eine ebenbürtig schnelle Klarinette und das mazedonische Kocani Orkestar fährt mit ebenso tempobolzenden Fanfaren auf. Und der türkische Perkussionist Tarik Tuysuzoglu ist wohl ein Bindeglied, das den Einfluss der Janitscharenmusik detto intus hat. Bestechend ist einmal mehr der leidende Tsiganigesang. Hier wird viel Herzblut vergossen und gerne gebe ich mich dieser vor Schmerz wie Freude überschäumenden Musik hin. Und wie von selbst öffnen sich im Kopf die Weiten der Karpaten und des Balkans. Man muss nur mal dort gewesen sein und will dann immer wieder hin…