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Staubtrockener Gitarrenrock aus Finnland, produziert von Faust’s Hans-Joachim Irmler. Als repetitive Gitarren-Genickbrecher, getragen von tonnenschweren, atavistisch hämmernden Riffs stampfen die ersten beiden Tracks gleich mal mühelos über die 10-Minuten-Schallmauer. Bleierne Einfachheit, Kyuss meets Neu!, hart und direkt. In der Mitte des Albums dann ein kurzes, freundliches Gitarrenintermezzo – »Northern Sky«. Der folgende, psychedelisch dahin fließende Instrumental-Jam »Lopetus« gibt sich, bei ähnlich langer Spieldauer, nicht ganz so zwingend wie die beiden ersten Stücke; eine ruhige, weite Klangfläche, einsam und bedrohlich wirkend. Im abschließenden »Potto« hingegen dominieren die, fast wie eine Ursprache klingenden, mantra-artigen Vocals, wieder unterlegt von etwas heftigerem Riffing. Mit ihrem konzentrierten, weitläufigen Minimalismus ist den fünf Finnen von Circle ein hypnotisches, intensives Rock-Album gelungen, dessen größte Stärke sicher in der einfachen, direkten Herangehensweise und Umsetzung zu finden ist.

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Text
Tobias Bolt

Veröffentlichung
10.03.2003

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