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Steven R. Smith

»Half Light Unfolding«

Eiderdown Records

Steven R. Smith ist einer der großen altbekannten Unbekannten. Seit Jahrzehnten ist er im musikalischen Underground aktiv, selten wird ihm darüber hinaus Aufmerksamkeit zuteil. Das ist schade, denn unter Projektnamen wie Thuja, Hala Strana, Ulaan Khol und seinem eigenen veröffentlicht er seit Jahr und Tag instrumentale Musik, die immer sehr gut ist und ein größeres Publikum verdient hat. In Zeiten stark fragmentierter Öffentlichkeit für jedwede kulturelle Praxis lässt sich natürlich schwer ermessen, wen die Musik erreicht (oder bereits erreicht hat) – und wenn ja, wo und auf welchem Kanal. Vielleicht tauchen die dunkel grundierten, melancholischen Kompositionen qua Algorithmus in der musikalischen Nachbarschaft von sagen wir mal Gustavo Santaolalla, Low, The Handsome Family oder David Eugene Edwards (Wovenhand, 16 Horsepower) auf, die sich ebenfalls im sehr breiten Genre verwitterter »Americana« finden lassen. Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Wer für Musik ein Ohr hat, die als Soundtrack zu Western, Roadmovies, finsteren Serien à la »True Detective« oder postapokalyptischen Videospielen zum Einsatz kommt oder kommen könnte, sollte auch die Lauscher aufstellen, wenn Steven R. Smith (wieder) von sich hören lässt. Seine Musik steht den gerade beispielhaft angeführten Künstler*innen und Projekten in Sachen atmosphärischer Dichte in nichts nach. Vielleicht ist das auch kein Geheimnis und ich renne hier mit meiner Fürsprache offene Türen ein. Dann soll mir das auch recht sein. 

Home / Rezensionen

Text
Holger Adam

Veröffentlichung
17.08.2026

Schlagwörter

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