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Zwei mal wird hier sehr genau hingehört, werden Geräusche, die normalerweise im konstanten Lärmpegel des Alltags verschwinden, aus Gewohnheit nicht mehr gehört werden oder mit konventionellen Mitteln nicht hörbar sind, verstärkt, vergrößert, seziert.
Edwin van der Heide nähert sich auf »Wavescape« den in Rotterdam verkehrenden Booten aus der Unterwasserperspektive. Was über Wasser oft wie ein fast lautloses Dahingleiten anmutet, mutiert unter der Oberfläche zu noisigen, sehr unterschiedlichen Soundscapes. Interessant gestaltet sich hier der durch den Einsatz von 24, in einer Linie aufgereihten, Unterwasser-Mikrophonen erzeugte Klangraum, sowie die Interferenzen zwischen dem ursprünglichen Geräusch und den sich im Wasser etwa viereinhalb mal so schnell ausbreitenden Schallwellen.
Rob Mullender dagegen benutzt unverfremdete, übereinander geschichtete Field Recordings von U-Bahnen aus Moskau, London und Vancouver für seine Veröffentlichung. In allen drei Tracks schält sich nach einiger Zeit aus dem anfänglichen statischen Summen und Brummen das Geräusch eines beschleunigenden Zuges heraus und endet im letzten Stück ganz vortrefflich in weißem Rauschen. Sehr empfehlenswert.

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