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Mit einer etwas unüblichen Herangehensweise für ein Release mit improvisierter Musik lassen die vier Musiker von Hat Melter aufhorchen. Und auch das »stille« fünfte Mitglied, Produzent C. Roseneau, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Dieser ist nämlich dafür verantwortlich, dass die Aufnahme einer Live-Session, an der zwei Celli, gespielt von Jeff Klatt und Matt Turner und die beiden – im weitesten Sinne – Perkussionisten Steve Hess und Jon Mueller beteiligt waren, im Studio auseinander genommen und wieder zusammengesetzt wurde. Die teils ungewöhnlichen Aufnahmetechniken und Instrumente – ich sage nur: Styropor und Tischventilatoren – in Verbindung mit der im Produktionsprozess verwendeten Cut-Up-Methode vermitteln einen ungewohnt frischen Klang-Flickenteppich, in dem sparsam instrumentierte, fast stille Passagen zu sonischen Crescendos übereinander geschichtet werden und nervöse Collagen von kurzen, abgehackten Soundschnipseln in schwebende, zufrieden brummende Soundflächen übergehen. Jeweils ein rund fünfzehn Minuten langer Track findet sich auf jeder Seite des 220 Gramm schweren Vinyls und weil das gute Stück in einer auf 300 Kopien limitierten Auflage daherkommt, sollte man entsprechend schnell zugreifen – es lohnt sich wirklich!

>> www.croutonmusic.com

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Text
Tobias Bolt

Veröffentlichung
31.10.2003

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