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The End

»Svårmod Och Vemod Är Värdesinnen«

Rare Noise Records

»Schwermut und Traurigkeit sind zu schätzende Gefühle« bedeutet der Albumtitel in etwa übersetzt (bzw. laut Google Translate »Schwierigkeit und Demenz ist es wert.«) RareNoise haut eine neue Veröffentlichung draußen, von der Band The End, die genau nach diesem Credo arbeitet und zu ihrem Namen passende Musik kreiert. Fünf MusikerInnen, größtenteils im Baritonbereich: Anders Hana an der Baritongitarre, Kjetil Møster und Mats Gustafsson jeweils hinterm Baritonsaxophon (und an den Knöpfen), die Gesangskünstlerin Sofia Jernberg und der Schlagzeuger Greg Saunier sind für die »Voices« zuständig. Meistermind Mats Gustafsson, schon die 150er-Marke an Veröffentlichungen geknackt, hat hier ein Projekt mitgeschaffen, das sich zwischen Noise-Rock, ambientigem Noise, Avantgarde-Jazz und irgendwie Big-Band-Sound bewegt. Die Grundlage des Brutalo-Brockens bilden die beiden Saxophone, tief, breit, düster, und Sauniers Polyrhytmo-Gekloppe. Die Gitarre ist kaum von einem Bass zu unterscheiden, nimmt Teil am Sound, kapselt sich nur von Zeit zu Zeit ab und liefert kurz klassische Bassriff-Tonfolgen. Beeindruckend ist vor allem der Gesang von Jernberg, der sich wie ein weißer Faden durch die verzerrte Schwärze zieht, mal dünner, mal klarer erkennbar, je nach Stimmlage. Ihre Fähigkeiten sind enorm, ergänzen sich unheimlich mit der Instrumentierung der Bläser, welche manchmal kaum von ihrem Krakeelen zu unterscheiden ist. Besonders, wenn die Konturen der Songs klar erkennbar sind, spannt es richtig. Einziges Manko: Die Texte wirken ab und an schwächlich, und Jernbergs Performance in manchen Momenten etwas angestrengt. Aber das ist egal, wenn man sich an dem klasse Guss der vielfältigen Einflüsse (Jimi Hendrix, Captain Beefheart, Merzbow und, und, und) erfreuen kann. Für Fans von Sleepytime Gorilla Museum, The Thing usw.

Home / Rezensionen

Text
Lutz Vössing

Veröffentlichung
26.07.2018

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