R.I.P. David Bowie

Stilbildend bis zum Ende. David Bowie ist so gegangen wie er es sich verdient hat: Als Nr. 1 und mit einem rätselhaften Stück Musik namens »Black Star« über das letzte Mysterium der Menschheit, den Tod und den Weg dorthin.

David Bowie war der Formwandler der Popmusik, der verstanden hat, dass Pop nicht nur aus Songs und Sounds besteht, sondern auch aus Bildern, Figuren, Gewändern, Rollen und Projektionen – er machte seine Kunst zum Gesamtkunstwerk und begleitete und beeinflusste Generationen. Songs wie »Heroes« werden Jugendzimmer in alle Ewigkeiten beschallen und junge Seelen trösten, aber neben all diesen Leistungen für die Ewigkeit rettete er Lou Reeds Karriere mit der Produktion von »Transformer«, sorgte mit »All The Young Dudes« für den Eintrag von Mott The Hoople in die Geschichtsbücher und rettete Iggy Pop mehr als einmal vor dem Absturz. Sein größter Verdienst war es wohl Grenzen aller Art zu ignorieren und so mit seinen Mitteln zu zeigen, dass grenzenloses Denken und Schaffen möglich ist. Der Formwandler hat nun seine endgültige Form gefunden. Wir verneigen uns.

Um David Bowies Schaffen gerecht zu werden, publiziert skug Curt Cuisines überarbeitete Version seines in skug #94 erschienenen Artikels über David Bowie, die in skug #97-99 erschienene Fan-Trilogie seines Landsmannes Simon Critchley sowie Alfred Pranzls Rezension des finalen Albums »Black Star«.

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