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We’re only young and naïve, still we require certain skills. The mood it changes like the wind. Hard to control when it begins. Herzpumperer. Sonnenjodeln. Auf und davon, immer, immer wieder. Es gilt ja als definitiv uncool, hier den Mega-Hype der Stunde zu befeiern. Aber hier ist sie, die gottgleich rare Okkasion, den Mainstream zu beschmiegen und zu umschmeicheln. Oder besser den Indie Overground, katapultierte sich doch das neuseeländische Studio-Trio bzw. Live-Quintett um Alisa Xayalith und Thom Powers in nur drei wenigen Jährchen mit den Hits »Punching in a Dream«, »The Sun« und vor allem »Young Blood« aus dem Elektro-Pop-Niemandsland von Auckland an die Weltspitze. Triebfreudige und unaufdringlich mitrödelfreudige Chorus-Perlen, nie mit der Dampframme, immer bisschen weltschwer in den Texten, himmelhoch jauchzend im kredenzten Breitwand-Pop, ein Dribbelspiel aus leichtfü&szligigen Wave-Synth-Äthern, präzise schnell klopfenden Jesus and Mary Chain Rhythmen und hinrei&szligendem Mann-Frau-Gejuchze. Die Debüt-CD ein makelloses Meisterstück, das den 80s-Retro wenigstens richtig an den Hörnern packt und im Gegensatz zu den falschen Versprechungen der Ting Tings, Little Boots und MGMT, heute den spektakulären Sofort-Stadiongehalt neben den Killers, Yeah Yeah Yeahs und TV on the Radio (die hier auch mit »Jilted Lovers« offensichtlich kopiert/gewürdigt werden) ausmachen, den sich R.E.M. und U2 noch mühsam erkämpfen mussten. Human League,New Order, Little Creatures-Ära Talking Heads, Shoegazing, den Bunnymen und Tears for Fears, zusammen püriert als Y2K-Gender gemainstreamter Ultra-Pop – und das noch gut bis genial und hörbar hoch getuned von Butch Vig-Begleiter Billy Fish. Nach mehr darf man gar nicht fragen. The bittersweet in my teeth. In Liebe fallen. Jetzt.

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