Maria Minerva live im Bach, 13.6.

Ihr besonderer Umgang mit Hall und Echo hat die estnische Produzentin/Musikerin international bekannt gemacht. Zu hören auf einer aktuellen EP und bald auch live anlässlich ihrer Wien-Premiere.

»Boy, what you do to me is black magic / I die every night in your arms« (»Black Magic«).
Ach, dies ist einer jener Momente, in denen man nicht umhin kommt, Maria Minerva uneingeschränkt glauben zu schenken. Die mittlerweile in New York lebende Estonierin, ihres Zeichens Bedroom-Dance-Göttin, wartet nach den zwei Not-Not-Fun-Veröffentlichungen vom Vorjahr – dem leicht schrägen Avant-Pop-Soloalbum »Will Happiness Find Me?« und der spannend wie hippen Kollaboration mit LA Vampires, »The Integration LP« – nun mit ihrer 5-Tracks-»Bless«-EP (100% Silk/Not Not Fun) auf. Dabei zeigt sich wiedrum, dass Minervas Musik das EP-Format vortrefflich steht. Während ihr Å’vre reichlich in Euro-Dance getränkt ist, gehen hier die Grooves locker von der Hand, tänzelt Minerva abermals verschleiert und experimentierfreudig an. Wenn ihre Stimme etwas neben der Spur liegt, versucht sie dies sowieso never mittels Autotune glatt zu bügeln, sondern legt stattdessen, selbstbewusst wie es sich für eine rechtschaffene Minerva geziemt, mit einer ordentlichen Portion Hall/Echo noch ein Schäufchen future nach. Sehr vogue, Minerva ist schließlich nicht so pflegeleicht wie… wer auch immer. Der Song »Soulsearchin« wartet mit einem George-Carlin-Sample (»Modern Man«) auf; den Abschluß der EP bildet ein exzellenter »Black Magic«-Remix der kalifornischen Produzentin Lady Blacktronika.
Neue und alte Dance-Groove-Favoriten von Minerva sind übrigens auf einem aktuellen online-MIx zu finden (Minervas grüne Lippen mit der Maus anklicken!). Und neuerdings unterhält Minerva auch mit ihrem Blog.

»Im Lo-Fi- Pop-Utopia