Harri Stojka

»Live At The Roma Wedding«

Geco Tonwaren/Hoanzl

Der großartige Stojka wandelt hier auf den Spuren von Django Reinhardts »Hot Club de France.« Zwei klimpernde Gitarren, ein Bass und er selbst leiten das Unternehmen. Im Booklet lässt uns Stojka wissen: »I love old fashioned music. Der Jazz der 30er und 40er Jahre faszinierte mich schon immer.« Was das Repertoire schön veranschaulicht: »Minor Swing«, »La Mer«, »After You’ve Gone«, »Brick Top Or Honeysuckle Rose«. Offensichtlich steht Stojka auf sehr schnelle Tempi. Notfalls sorgt er im Alleingang dafür und jagt einem maschinengewehrartige Schauder über den Nacken. Diese Bewegung sorgt jedenfalls für einen gewissen Swing und die Band kennt ihn ja gut genug um seinen chromatischen Phrasen genügend Raum zu bieten. Wüsste ich um Stojkas komplette Diskografie Bescheid, könnte ich versuchen dieses Werk in Relation zu setzen. Doch das spielt eigentlich keine große Rolle. Auch andere Einflüsse sind hörbar, etwa Pat Martino. Wahrscheinlich ist auch eine gewisse Nähe zu Karl Ratzer vorhanden. Ich bin wahrhaftig glücklich diese Musik gerade zu hören. Denn brauchen wir nicht alle manchmal »happy hot music«?