PG.LOST

In Never Out

BlackStar Foundation/Cargo

Endlich. Wieder. Das Beunruhigende der Wiederholung, die grausame Redundanz des immer selben Geräusches, die uns seit den Horrorfilmen unserer Kindheit den Muskeltonus unmerklich anspannt, unsere Aufmerksamkeit fokussiert auf das was da kommt. Und kommen wird was. »Ping … ping … ping« ja, da schleicht etwas unmerklich herum, und wird angreifen. Bloß von wo? Vom Klavier ist noch keiner hochgesprungen, vom malerischen Soundfile schon gar nicht, aber wenn es immer leiser wird … da: Von den Gitarren! Vom Schlagzeug! Fuck! Es liegt eine Kunst im immer wieder, immer wieder und noch einmal Spielen derselben komplett geradlinigen Akkorde, minutenlang, endlos, die wenige der einschlägigen Postrockbands wirklich gnadenlos beherrschen. Diese tut es. Schweden haben ja zu so Einigem einen härteren Zugang, aber zu diesen vier Nordlichtern passt nichts mit Metall. Hier ist nichts Death, Black oder Grind, hier ist einfach das rasende, schnelle, stille, unmerklich um Halbtöne verschobene Wahnsinnige im immer Gleichen: bis zur Erlösung dauert es, und bis wir wach sind auch. Dieses Album mit sechs Stücken Musik schärft Instinkte, und gängelt dermaßen mit wohldosierter Eskalation versus Deeskalation, dass es schon wieder nachdenklich macht: Wessen Marionetten sind wir eigentlich?