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2 aus 10 – nicht meine Bewertung für die zehnte Platte der US-Dinosaurier, sondern die Quote für Lou Barlow-Songs auf »I bet on Sky«. Business as usual. Mehr bekam der Gute auch in der Vergangenheit nicht von seiner Heiligkeit J Mascis zugestanden. Das war früher nicht gut und ist es auch jetzt nicht.. Die Songs auf der neuen Platte verlaufen nahezu gänzlich nach demselben Muster: »Pro-Forma-Soli« von Mascis beenden Stück um Stück. Die Speisekarte beinhaltet die altbekannten Gerichte. In Wirklichkeit funktioniert die Band aber gerade dann am besten, wenn die beiden Stimmen der Bandköpfe sich gegenseitig ergänzen. Zur Verteidigung des Frontmanns muss man erwähnen, dass ihm und Murph mit »Green Mind« in der Phase ohne Barlow die vom Songwriting her wohl stärkste Platte gelang, weil J da so bei sich war wie vorher und nachher kaum. »I bet on Sky« ist jedenfalls die schwächste, weil glatteste und eintönigste Arbeit seit der Reunion. Das Songwriting ist nicht so gut wie auf »Farm« und die Energie nicht so stark wie bei »Beyond«. Tempiwechsel existieren schlichtweg nicht. Früher war es einmal ein künstlerisch wertvoller Teil eines Songkonstruktes, wenn Mascis auf seiner Fender gefiedelt hat. Mittlerweile wirkt es wie eine Pflicht und nicht wie das Ergebnis kreativer Arbeit. Schwamm drüber, die Dinos sind trotzdem eine der besten Alternative Rock-Bands ever. Leider müssen wir in die Vergangenheit gehen um das zu begreifen.

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