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Local Natives

»Hummingbird«

Infectious Music

Selbst nach dem dritten Hördurchlauf will mir zu »Hummingbird« von den Local Natives nicht viel einfallen. Versucht man dem üblichen Namedropping der Popkritik (in etwa: »Fleet Foxes mit Tumblr-Account«) aus dem Weg zu gehen, steht man manchmal schneller an, als einem lieb ist. Aber bleiben wir vorerst bei Tumblr. »Hummingbird« könnte tatsächlich die Beschallungsmusik für so manchen Hipster-Blog sein, dazu ein Slo-Mo-Video mit animierten Sequenzen, fertig wäre die Idylle. Aber ganz so einfach wollen es uns Local Natives dann doch nicht machen. Irgendwie wirkt »Hummingbird« nämlich zu jungfräulich, als dass man dahinter das Raffinement einer Popmelioration nach Plan vermuten würde. »Local Naives« hat sich thegap passend vertippt. Hier geht’s um das Greifen nach den Sternen, um Polaroid-Nostalgie 2.0 und auch einfach um Spaß. Das klingt dann entweder fluffig-süß, wie etwa in »Ceilings«, oder lugt gar in Richtung Sigur Rós, so zu hören in »Three Months«. Durchaus nett, aber packen will es einen trotzdem nicht. Songs wie »Breakers« stolpern ziellos durchs Indieland, es gibt wenig Höhepunkte und viel Krimskrams. Musik muss nicht wehtun, aber Local Natives betten uns eindeutig auf zu weichen Matratzen.

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