Les Savy Fav

Go Forth

Southern

Last Exit Emowood. Nachdem Fugazi sich nie an den Major verkauften, knackten die diversesten Schülerbands die Chartkultur. Ob im Drive-In oder draußen: Nichts als perfekte Imitate. Spielerisch oft besser, aber ohne brennende Seele, eigene Geschichte und Idee. Seit Les Savy Fav, dem verbürgten US-Indie-Raaaawk-Liveereignis der letzten Jahre, dreht sich die Uhr anders. Auf ihrem vierten Longplayer in etwas mehr als zwei Jahren knallen sie die Alternativgassenhauer in rohen Massen aufs Brett. Schnittigst unprätentiöse, umwerfend grooverockende Dischord-Schule, siehe vor allem Jawbox, Nation of Ulysses und Ian MacKayes Bibelpartie, vereint mit dem Feuer rattender Garage Fun-Maschinen wie Rocket from the Crypt und dem hinreißend queeren Spielwitz frühen Gitarrenwaves. Vor dem Gesang, in Momenten arschknapp an einer Emopunkversion von Richard Butler zu Zeiten früher Psychedelic Furs, mag man fast in die Knie gehen. Get Hit By Unpolished Excellence!