finn.

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Sunday Service/Hausmusik

Es war einmal ein junger Mann aus Deutschland, der Saxofon lernen musste. Als er schließlich eine Gitarre in die Hand bekam, wusste er, dass sich von nun sein Leben ändern würde. Die Rede ist nicht von Freddy Quinn (»Die Gitarre und das Meer«), sondern von Patrick Zimmer aka finn., der eben die ganz andere Platte aus Hamburg veröffentlicht hat. Kleine, zerbrechliche Songs, mit akustischen Gitarren und ruhigen, sphärischen Synthie-Lines. Vorgetragen mit einer irrwitzigen Kopfstimme, die Texte versteht man beinahe nicht, aber das ist wahrscheinlich gar nicht so wichtig. Hier wird schlicht direkt ins Herz gezielt und getroffen.
Homerecording wie es sein soll, im Wohnzimmer mit dem 8-Spurgerät. Maßgeblich unterstützt wurde finn. dabei von seinem Kyoto-Bandkollege Sascha Höfer, der sich um die Beats und Synthies gekümmert hat; einige Songs wurden von Cow-Sängerin Peta Devlin gemischt. Eine Platte, die an Souled American erinnert, wenngleich man schon sagen muss, dass im Vergleich Souled American die interessantere Band ist – trotzdem eine schöne, runde Sache.