Burkhard Stangl

eh

Erstwhile Records

Diese CD hat ein Problem. Nämlich dass der erste und der letzte Track so verdammt gut sind, und es daher einfach zu sehr auffällt, wenn die dazwischen, gewollt oder ungewollt, einfach nicht auf den Punkt kommen. Die leisen, weit erscheinenden Klangräume werden entworfen, aber nicht bespielt, in den noisigen Passagen fehlt den Stücken ein Counterpart, der sie vor belanglosem Herumdriften bewahrt. Was zu Beginn so wunderbar funktioniert – das Erden der frei schwebenden Loops aus den Turntables von Dieter Kovacic aka Dieb13 mittels der von Burkhard Stangl gezupften simplen Akustikgitarrenmuster, die präzise eingeflochtenen, kurzen Feedbacks und vor allem die fantastische Dramaturgie, die eben jenen Track in einem exzessiven Lärmrausch seinen Höhepunkt finden lässt – verliert sich schon ab dem zweiten Track in stoischer Genügsamkeit. Erst in den letzten fünfzehn Minuten verleiht Stangls Gitarre den hochfrequenten Piezo-Bleeps wieder die notwendige Bodenhaftung und sorgt so zumindest für ein mehr als versöhnliches Ende. Das ausgezeichnete Cover-Artwork stammt übrigens von Billy Roisz und zeigt extreme Nahaufnahmen von alten Schellack-Platten.