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Wolfbrigade

»Howl From Underground«

Metal Blade

»Sind die Hühner platt wie Teller, war der Traktor wieder schneller.« Ich weiß nicht, ob sich die Herren von Wolfbrigade nebenberuflich bäuerlichen Aktivitäten widmen oder ein Faible für Landmaschinen haben, aber sie treten so oder so das Gaspedal durchs Bodenblech. Und mehr braucht es auch manchmal nicht, um musikalisch zu überzeugen. Es kommt ohnehin keinerlei Federvieh unter die Räder, wenn die Schweden ihre gradlinige Mischung aus Crust-Punk und Death’n’Roll zu Gehör bringen – aber wer im spätkapitalistischen Alltag Federn lässt, kann sich mithilfe von sprechenden Titeln wie »Cosmic Meatgrinder« vergegenwärtigen, dass alles ein Ende haben wird, im Guten wie im Schlechten – und bis dahin heißt es durchhalten, nicht die Nerven verlieren und bei Bedarf bzw. zum Erhalt der geistigen Gesundheit auf den rotzigen Sound von Wolfbrigade zurückgreifen. Das hilft. In der musikalischen Hausapotheke stehen neben »Howl From Underground« u. a. »Wolverine Blues« von Entombed und Alben aus der Crust-Punk-Phase von Darkthrone (zum Beispiel »Dark Thrones and Black Flags«) oder – ganz klassisch – »Orgasmatron« von Motörhead. Die Packungsbeilage verrät: »I’ve got the medicine you need, I’ve got the power, I’ve got the speed«. Therapieangebote zur Behandlung frustrierter Gemüter und Wiederherstellung ihrer relativen Alltagstauglichkeit gibt es ja nicht wenige, zum Glück. 

Home / Rezensionen

Text
Holger Adam

Veröffentlichung
04.11.2026

Schlagwörter

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