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Brånd

»Tåg & Nåcht«

Avant! Records

Der Text zur Veröffentlichung strotzt vor haarsträubenden musikalischen Verbindungen und erzählt von der Amalgamierung so gegensätzlicher Stile wie Neofolk und No Wave garniert mit Lo-Fi Black Metal, Post Punk und Krautrock. Der Braten riecht verdächtig nach Hipsterscheiße, hat aber Stallgeruch. Wo geht’s lang? Immer der Nase nach! Es ist erstaunlich, aber nicht verwunderlich, wie scheinbar mühelos und kompetent hier zu Werke gegangen wird. Scheinbar, weil Bescheid wissen ist auch Arbeit. Die Typen, die sich hier stilsicher am popkulturellen Fundus der letzten siebzig Jahre bedienen, haben ihre Hausaufgaben gemacht, kommen aber nicht wie Stubenhocker rüber. Sonst wär’s ja auch scheiße. Alles, was im Waschzettel zum Release steht, stimmt. Beispiel gefällig? »In this witches brew the most schooled listeners will hear some angular post-punk à la Gang Of Four sustaining pagan declamations in the vein of Fenriz folk metal excursus Isengard.« So isses. Was soll ich da noch schreiben? Ich könnte mich noch mit einem eigenen beknackten Beschreibungsversuch einbringen: Stellt euch vor, der junge André Heller würde bei den niederländischen Fluisteraars anheuern! Aber im Grunde reicht es auch so und ich begnüge mich an dieser Stelle damit, auf dieses inspirierte und unterhaltsame Album hinzuweisen und es uneingeschränkt zu empfehlen. 

Home / Rezensionen

Text
Holger Adam

Veröffentlichung
02.07.2026

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