Dass die neuen Power Trip aus Würzburg kommen, wer hätte das gedacht? Nach dem Tod von Riley Gale wurde es still um die amerikanischen Shooting-Stars des Thrash Metal, die mittlerweile zwar einen neuen Sänger haben, mit dem sie auch schon live aufgetreten sind, aber ein neues Album liegt bisher nicht vor. In diese Lücke stoßen Zerre. Die Franken, die bereits mit dem Vorgängeralbum »Scorched Souls« ein Ausrufezeichen gesetzt haben, legen mit »Rotting on a Golden Throne« noch eine Schippe drauf. Nach dem kurzen Intro – bisschen Spannungsaufbau, kann zukünftig zu Beginn von jedem Auftritt (ab)gespielt werden, kommt immer gut – geben sie Gas und zwar durchgehend. Und, wie bei den global erfolgreichen Vorbildern, es mangelt den acht Tracks nicht an groovigen Riffs zum Headbangen und Luftgitarrespielen, eingängigen Vocals, die mitgegrölt werden können, und allen anderen Zutaten, die es braucht, damit Thrash Metal als kurzweilige und energetische Partymucke inkl. Stage-Dive, Mosh-Pit und Bierdusche klargeht! Hier und da leisten sie sich auch Twin-Guitar-Leads und lassen klassische Heavy-Metal-Einflüsse durchscheinen und, logisch, die Jungs von Zerre kennen sicher nicht nur Power Trip. Die haben sich ihrerseits ja ebenfalls ordentlich am Bay-Area-Thrash (Metallica, Exodus, Testament) und bei den artverwandten New Yorkern (Anthrax, Nuclear Assault, S.O.D.) bedient und wenn Zerre da weitermachen und mit so ansprechenden Ergebnissen aufwarten können, vielleicht klappt es ja irgendwann mit dem goldenen Thron, den Power Trip augenblicklich verwaisen lassen.
Zerre
»Rotting on a Golden Throne«
Dying Victims Records
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