Wendelin Pressl: »Cirvus Maximvs«

Künstlerbücher haben meistens einen Hauch von Selbstlob über ihrer Existenz hängen, manchmal haben sie eine konkrete Berechtigung.

In »Cirvus Maximvs« werden konkret über das Prinzip des (sich Ein-)Ordnenden, Systematisierenden im Verhältnis zum Chaotischen und Undisziplinierten Denkanstöße gegeben.
Der Werkquerschnitt des Steirers Wendelin Pressl, der auch als bisheriges Lebenswerk gesehen werden kann, hat zwei Botschaften: Spurensuche – Spurendeutung. Pressls künstlerischer Ansatz in seiner vielschichtigen Arbeit ist von »Auseinanderfügen« und »Wiederzusammensetzen« von Objekten geprägt. Jeweilige Themen in unterschiedlichen Medien; fotografisch, malerisch, zeichnerisch, als Video, Aktion oder einfach durch bemalte Spaghetti werden in eine »fremde« Umgebung »geschmissen« und ihre Wirkung im Zusammenspiel mit Anderem beobachtet. Dadurch ergeben sich neue Zugänge zum herkömmlichen Alltag.

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