Wendelin Pressl: »Cirvus Maximvs«

Künstlerbücher haben meistens einen Hauch von Selbstlob über ihrer Existenz hängen, manchmal haben sie eine konkrete Berechtigung: In »Cirvus Maximvs« werden konkret über das Prinzip des (sich Ein-)Ordnenden, Systematisierenden im Verhältnis zum Chaotischen und Undisziplinierten Denkanstöße gegeben.

Der Werkquerschnitt des Steirers Wendelin Pressl, der auch als bisheriges Lebenswerk gesehen werden kann, hat zwei Botschaften: Spurensuche – Spurendeutung. Pressls künstlerischer Ansatz in seiner vielschichtigen Arbeit ist von »Auseinanderfügen« und »Wiederzusammensetzen« von Objekten geprägt. Jeweilige Themen in unterschiedlichen Medien; fotografisch, malerisch, zeichnerisch, als Video, Aktion oder einfach durch bemalte Spaghetti werden in eine »fremde« Umgebung »geschmissen« und ihre Wirkung im Zusammenspiel mit Anderem beobachtet. Dadurch ergeben sich neue Zugänge zum herkömmlichen Alltag.

Wendelin Pressl: »Cirvus Maximvs« Dt./Engl., ca. 156 S., zahlreiche Farbabbildungen, Ausklapptafeln und ein Poster, € 24,00 [Ö]

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