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Säuselnde Soul- und Funk-Computer wetteifern um die Gunst des Mannes an den Reglern. Wenn »We Are Monster« läuft, hat man wirklich das Gefühl, dass die Maschine um die Aufmerksamkeit des Produzenten lechzt. Rajko Müller hat sich fünf Jahre lang zurückgezogen nach seinem den House in den Grundfesten erschütternden Debüt »Rest«. Vielleicht weil er nicht so schnell, und nicht in dieser Zeit ein Superstar der deutschen Elektronik-Szene werden wollte. Vielleicht braucht auch so ein Vorhaben, so ein Gedankenkonstrukt, so ein Obelisk wie eine Isolée-Platte halt auch so lange. Isolées Abstraktion der Techno- und House-Ingredienzien brauchen die Brüche durch Jazz, Rock oder Funk um irgendwo Disco zu sein. Vielleicht macht auch dieses unverkennbare Schweben zwischen Horror und Fröhlichkeit die Stärke seiner Musik aus. Tanzen und Nachdenken kann man jedenfalls beides dazu. Und wenn das eine »Wenn«-Platte ist, dann sind die vielen »Vielleichts« in diesem Review vielleicht die beste Art diese Möglichkeits-Mucke zu erspüren: Wenn Sie diese Platte hören, werden Sie glücklich werden. Versprochen!

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