Roni Size

Touching Down

Full Cycle

Touching down – fürwahr. Nämlich den absoluten Tiefpunkt im Musikschaffen des ehemaligen Bristoler Wunderwuzzis Roni. Ein Spitzenprodukt, wenn auch nur in Führungsposition auf der nach unten offenen Enttäuschungs-Skala. Ach, wie geil waren deine alten Scheiben. Keine Breakbeat-Science mehr, repetitiver Loop an Loop gereiht, immer schon dieselbe Bassline, ein Trauerspiel. Breakbeat-Science ist nicht mehr. Am Floor mag das ganze ja funktionieren, der neue BMW wird sich mit den zu erwartenden Lizenzen und DJ-Auftritten schon ausgehen, zumal wenn Kritiker(innen) – hier bewusst in Klammer bei der sogar-noch-immer-mehr-Bubenmusik D’n’B – eingedenk der beinahe messianisch zu nennenden Fähigkeiten, die dem guten Roni noch in den jetzt so fern scheinenden mittleren 90ern angedichtet wurden, von Kritikfähigkeit verlassen wurden. Einem Roni Size haut mensch keinen Verriss um die Ohren. Aber ja, es muss einfach sein, auch wenn’s weh tut. Ist die These also richtig, je fetter und besser das Equipment, desto einfallsloser und gleichförmiger die Resultate? Scheint so. Für sich allein gehört bleibt eigentlich ein ganz ordentlicher Eindruck, aber gerade jetzt, wo einige Reissues des früheren D’n’B-Stoffes an willige Ohren dringen, bleibt nur ein ranziges, fades Auf-Nummer-Sicher-Album zurück. What a pity.