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Ähnlich dem Kanadier Socalled, dem HipHop gleichfalls Basis ist, operiert die französische Turntable Crew mit exquisiten Samples, schräg liegenden Loops und mysteriösen Kindfrauenstimmen. Hier nicht im jiddischen Kontext, sondern nur verkappt chinesisch, mit Samples aus aller Welt. Die vermeintliche Zen-Affinität entpuppt sich in fast allen Tracks als pfiffige Fröhlichkeit, die viel aus dem Rub-A-Dub-Fundus schöpft. Immerhin zwei Tracks beziehen Ingredienzien aus dem Land der Morgenröte: »Miss Chang« samt chinesischem Singalong und Folktune-Riddim aus den 1950ern, der mit spa&szligigem Dub-Reggae-Vibe aufgepeppt wird, sowie »Saudade«, worin Oldschool-HipHop komtemplativ mit traditioneller Musik aus China bzw. Portugal (Kolonie Macao, Nähe Hongkong) gekreuzt wird. Gleich drauf folgt ein Knaller: Auf »Stand« reitet arabische Volksmusik, die von wobbligen Dubstep-Bässen unterminiert wird, ein. Und selbstverständlich ist der Titelsong ein ?berflieger, wo ein Gospelchant in einem Ragga-Reggae-Tune wie die Sonne aufgeht. Hervorzuheben wäre noch »J.O.G.J.A.«, wo Breakbeats auf Percussionrhythmen aus Java treffen. Stilprägend greifen hier die Indonesians von Dubyouth und die HipHop Jogja Foundation ein. Weitere Kollaborateure sind u. a. Plex Rock, General Elektriks oder die Scratch Bandits Crew. Und facettenreich produziert hat Soji (Fela und Femi Kuti).

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