Lichtpunsch am Brunnenmarkt

Zur aktuellen Ausstellung von Mega 5: Plastic Punsch – Lichtpunsch.

Wer den bildenden Künstler Rolf Laven in jüngster Zeit in Sammelboxen für Plastikflaschen wühlen gesehen hat, braucht sich keine Sorgen um seinen Allgemeinzustand zu machen: Auch dann nicht, wenn man weiß, dass Laven auf der Suche nach 10-Liter-Speiseölflaschen in die Container taucht. Die in den Plastikflaschen zum Teil noch enthaltenen Ölreste interessieren ihn nicht: »Mir ging es um die Form dieser Flaschen«, sagt Laven. Sie sind Teil der Installation »Lichtpunsch«, die am 8. November am Schaukasten eröffnet wird. Die leeren Flaschen, deren Oberfläche Laven durch Erhitzung glättet, hängen von der Decke ins Innere des Schaukasten und werden von einem Ventilator bewegt.

Plastic Punch

Bei »Plastic Punsch – Lichtpunsch“ arbeitet Laven mit der Petrologin Sabine Grupe zusammen. Die Installation steht daher an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft: Grupe hat einen Diaprojektor so adaptiert, dass in den Schlitten Plastikstückchen eingespannt werden können. Der Diaprojektor wirft Licht auf die Speiseölflaschen: Das Spiel mit dem Licht, das sich daraus ergibt, nennen die beiden »Lichtpunsch«. Laven/Grupe binden das Dach des Schaukasten, das im Sommer als Schanigarten genutzt wird, in ihre Installation ein: Auf das Dach des Schaukasten stellen sie einen zweiten Schaukasten aus Styropor! In diesem Block kann von der nach oben führenden Wendeltreppe aus ein Blick durch ein Guckloch auf die Projektion erhascht werden. Der massive und dennoch leichte Kubus ist der Kontrapunkt zur Leichtigkeit der Skulptur ein Stockwerk tiefer.

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