M. Ward

End Of Amnesia

Glitterhouse

Ungefähr die zweite LP von Adem Selzer, ein junges Talent, das mit Neil Young, Giant Sand, Daniel Johnston und Rainer aufgewachsen sein dürfte. Da passt es gut, dass Howe Gelb bei einem Song Piano beisteuert. Anfangs ist die Platte etwas hippieseicht (Buffalo Springfield redux) mit Klampfe und zu bemüht hohem Gesang, der unsympathisch aufgenommen wurde. Bei zunehmender Spieldauer franst sie jedoch angenehm aus und wechselt ins schizoide Johnston-Terrain. Frickeleien, Fuck-Ups und faule Arrangements bestimmen nun das Geschehen und erhöhen das Spannungsniveau empfindlich. Als Bottleneck-Maniac macht er auch keine schlechte Figur, auch wenn mancher Slide ziemlich daneben erscheint. Wenn es Howe Gelb nicht schon gäbe, dann wäre das die Entdeckung des Jahres.