Zeebee

Be My Sailor

P & C Dope Noir Recordings

Wäre ich beim Lauschen des dritten Albums von Frau Zeebee nicht daheim gewesen, hätte ich fast schon das Gefühl gehabt, in einer Lounge zu sitzen. In einer Hand einen Cocktail und in der anderen Frau Zeebee während sie mir mit ihrer rauchigen, sanft erotischen Stimme ein Kribbeln verabreicht, das sich nicht so leicht abschütteln lässt. Nun ja, zu den Hardfacts: ZEEBEE, wie sich die gebürtige Österreicherin nennt, ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Besonders in der FM4- Hörerschaft werden einige Glocken läuten, wenn ihr Name fällt. Was aber ist zum Album zu sagen? Im Grunde einiges, denn seit den beiden Vorgängern »Chemistry und »Priority« ist eine kleine, aber feine musikalische Metamorphose vonstatten gegangen. Wusste man zuvor nie genau, wohin die Reise der jungen Österreicherin geht, schlägt »Be My Sailor« gemächlichere Töne an, und man könnte diese auch als ruhig oder gar als meditativ bezeichnen. Was vorher noch sehr unbeherrscht und stark experimentell klang, erreicht jetzt ein ausgewogenes Gesamtgefüge. Chill Out Lounge mit einem Schuss Jazz.