Batofar Festival 1.-10.6: Elektronische Wienklänge an der Seine

Beim diesjährigen Pariser Festival für elektronische Musik präsentieren Wiener Labels in Zusammenarbeit mit audiovisuellen Künstlern eine Werkschau.

Das Pariser Batofar (Kurzform von »bateau phare«) zählt neben dem Sónar zu einem der wichtigsten Festivals für elektronische Musik jenseits der überkommenen Grenzen zwischen E- und U-Musik. Das Hauptaugenmerk liegt bei elektronisch generierter Musik, die sowohl in der Jazz-Bar wie im Club gespielt werden kann. Davon gibt es in der Donaumetropole ja ausreichend Material. Von 1. bis 10. Juni präsentiert sich nun Wien im Rahmen einer Werkschau von diversen Labels und audiovisuellsen Künstlern.

Als »exotischer« Platz bietet das ausrangierte Feuerwehrschiff Batofar auf der Seine ein gutes Ambiente für viele (Spiel-)Arten elektronischer Musik zwischen Electronica-Experimenten, Computer-Jazz und audiovisuellen Installationen. In diesem (Um-)Feld fühlen sich einige Wiener Labels wohl und haben Batofar-Chef David Chazam ihr Kommen bestätigt.

Das Label-Programm wird jeweils mit einer Filmreihe eingeleitet. Dazu gibt es auf dem Schiffsdeck und der Terrasse Lounge-Klänge von DJs, während auf einem der drei Ebenen Installationen und Performances zu sehen sind.

Einige exemplarische Auszüge:

1/6: Der Abend des »Unhörbaren Hörens«. Zuerst gibt es die Filmtonspur-Kompilation »Betriebsgeräusch² von Musikprotokoll-Kurator Christian Scheib. Danach ist das Grazer Duo reMI mit seinen verstörenden Ton- und Bildwelten an der Reihe. Der Abend geht mit dem Laton-Label von und mit dem Soundforscher Franz Pomassl und dem Act Fon weiter.
7/6: Der Mego-Abend. Wegen der Brachial-Band Fuckhead wird das Markenzeichen der Mego-Live-Acts, der Laptop, nicht allzu oft ausgepackt. Stilsicher in minimalistischer Abstrakt-Electronica präsentieren sich Uli Troyer, General Magic und Label-Gründer Pita Rehberg, der die MP3s in den Mix wirft. Da dürfen die Filme der von Norbert Pfaffenbichler kuratierten Diagonale-Schiene »Austrian Abstracts« nicht fehlen.
10/6: Das von Christoph Kurzmann geleitete Label Charhizma schliesst die Spannungsbögen zwischen E- und U-Musik kurz und ist deshalb prädestiniert für das Batofar. Diverse Grenzverschiebungen sind zu erwarten von: Bernhard Fleischmann, dem Orchester 33 1/3, Werner Daffeldecker und Kevin Drumm.

Weiters dabei:

Werkschauen des Filmclubs Sixpack-Film, eine Performance des Volxtheaters Favoriten und der Gruppe Vinylvideo, die Künstlerin Bady Minck und das Videoprogramm »Die Kunst der Stunde ist Widerstand«.
Label-Präsentationen von: Sabotage Communications, rhiz Rec., Angelika Köhlermann und dem Dub-Club des Clubs Flex.
Musik von: Curd Duca, Waldeck, Sergej Mohntau, Radian, Efzeg, Erik M.

Mehr Infos unter: www.batofar.org