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Ose

»Adonia«

Bureau B

»Adonia«, erstveröffentlicht 1978, enthält instrumentale, progressive elektronische Musik, eingespielt vom französischen Philologen, Lehrer, Musikjournalisten und auch Musiker Hervé Picart alias Ose. Das für einschlägige Wiederveröffentlichungen aus dem Bereich Krautrock und artverwandte Experimente bekannte Label Bureau B hat das Album kürzlich wiederveröffentlicht, und wer zwischen Philippe Besombes, Edgar Froese, Richard Pinhas und Klaus Schulze noch Platz im Regal hat, kann guten Gewissens zugreifen. Die weltflüchtigen musikalischen Fantasien laden zum gedanklichen Spaziergang in interstellare Regionen ein – und die sind auf anderen Wegen ja auch schlicht nicht zu erreichen. Sicherlich könnte man an dieser Stelle auch die ketzerische Frage stellen, wie viele kosmische Kuriere es noch braucht, um vom heimischen Sofa aus in ferne Galaxien aufzubrechen? Erfahrenen Astro- und Kosmonaut*innen ist dieser nagende Gedanke nicht fremd, aber im Weltraum hört dich niemand »Ich brauche nicht noch eine frisch entstaubte Platte mit Synthesizer-Musik!« schreien. Daher gilt nach wie vor: Ein neues Reissue ist stets ein frisches Ticket in exotische, extraterrestrische Exile. Sicher, die eine oder andere vermeintlich unentdeckte und zu erkundende Klanglandschaft mag mithin schon bekannt erscheinen und beispielsweise an »Alpha Centauri« erinnern – sei’s drum, man muss sich ja auch ein bisschen orientieren können, sonst geht man verloren, und im Detail gibt es stets genug Interessantes zu entdecken. Also, auf geht’s, ferne Welten warten, der Countdown läuft …

Home / Rezensionen

Text
Holger Adam

Veröffentlichung
16.09.2026

Schlagwörter

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