Bill MacKay, Gitarrist und Kollaborateur in vielen Projekten, hat sich mit Cooper Crain von den Bitchin Bajas zusammengetan. Gemeinsam machen sie, was man relativ bündig als Kosmische-Jazz-Fusion-Musik bezeichnen könnte. Wenn man sich in dieser musikalischen Umgebung ein bisschen »auskennt«, dann wird man während des Hörens der instrumentalen Aufnahmen wiederholt an viele historische Vorbilder erinnert werden. Die Gitarre gemahnt immer wieder an Manuel Göttsching oder Michael Rother, und wenn Cooper Crain in die Tasten greift, dann kommen mir Terry Riley oder Joe Zawinul in den Sinn. Entspannt, meditativ, groovy – so geht es zu auf »Stash«, als wäre das Album eine späte Ergänzung zum musikalischen Katalog der 1970er-Jahre und hätte auch auf Manfred Eichers berühmtem Label ECM erscheinen können. Die acht Kompositionen könnten daher auch unter den Verdacht von folgenloser Dudelei geraten, wenn man für die in sich ruhende Vorgehensweise des Duos keine Antennen hat. Mir soll es ja nur recht sein, dass sie so unaufgeregt zu Werke gehen. Rund 40 Minuten nimmt das Album in Anspruch. Zeit, die man sich nehmen sollte, um für ein knappes dreiviertel Stündchen aller alltäglichen Hektik zu entfliehen. Mit Blick auf die heiße Jahreszeit gesprochen: kontemplative Klänge für die erholsamen Stunden nach Sonnenuntergang.
BCMC
»Stash«
Drag City
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