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Seine Großeltern spielten in einem Mandolinenorchester, sein Vater Charlie Haden ist exzellenter Jazzmusiker, seine Schwestern spielen in einer Popband. Josh Haden allerdings macht die wohl schönste Musik von allen. »The Blue Moods of Spain«, das Debüt-Album von 1995, ist noch in bester Erinnerung und Jahre mussten vergehen ehe ein neues Album reifen konnte. Country und Blues sind die Rohmaterialien, die Spain bemerkenswert dehnen, daraus traurige Stimmungen zimmern. Wer hätte gewusst, dass Liebe so sehr weh tun kann? Josh Hadens Liebesleid währt 44 Minuten, zehn Songs lang. Kaum erholt man sich von einem, kommt schon der nächste tragische. Josh Hadens Bass und akustische wie elektrische Gitarren klingen wie weinende Trauerweiden, begleitet von schwermütigen Streichern oder einer trübseligen Orgel, akzentuiert mit dezentem Schlagzeug und einem Hauch von elegantem Klavier. Haden besitzt eine wunderschöne Stimme, die Kümmernis glaubhaft ausdrückt.
Es muss in seinem Liebesleben sehr viel passiert sein, dass Mr. Haden so ein herzzerreißendes Album geschaffen hat. Balsam für hoffnungslose Romantiker.

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Text
Alfred Pranzl, Magdalena Blaszczuk

Veröffentlichung
02.09.1999

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