Igloo

s/t

Afterhours/Bubblecore

Vielleicht der widerborstige Gegenpart zu Greg Davis‘ neuem Album: mit einer angenehm naiven Verschrobenheit entwickeln Adam Pierce und Doro Tachler, die auch zusammen bei Mice Parade spielen, aus simplen, gezupften Akustikgitarren-Patterns acht hoffnungslos wunderschöne Pop-Kleinode mit teils leicht psychedelischem Einschlag. Hilfreich zur Seite stehen bei dieser Unternehmung Glockenspiel, charmanter Gesang in Englisch und Deutsch sowie allerhand elektronisches Beiwerk, das auch mal subtile Rhythmen andeuten darf. Sehr erfreulich weiters, dass allfällige Ecken und Kanten durch die bewusst etwas rauer angelegte Aufnahme, teilweise mit Vierspurgerät, erhalten bleiben konnten. Auf diese Art schleichen sich Igloo langsam und unauffällig heran und es kann ein Weilchen dauern, bis sie einen süchtig gemacht haben. Spätestens, wenn man nach dem knapp eine viertel Stunde langen Schlusstrack gedankenverloren das Unterkiefer wieder einklappt, weiß man, dass es soweit ist.

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