Craven Faults

»Erratics & Unconformities«

The Leaf Label

Das hat was Archaisches. Der*die britische Soundartist Craven Faults setzt Maßstäbe im beschaulichen und doch stets subversiven Mäandern durch Raum und Zeit. Irgendwie klingt das Debütalbum »Erratics & Unconformities« nach Minimal Music, doch reiben sich pulsierende Synthesizer- bzw. Orgelmelodien mit Lo-fi-Drum-Computer derart, dass eigentlich schon wieder eine neue Genrebezeichnung her müsste. Bewusst werden »prähistorische« Geräte wie MU System Modular Synth, Farfisa Orgel, KORG Synthesizer, Elka Drum Machine, Revox Tape Recorder, Ultra-Harmonizer, Roland Space Echo etc. verwendet, um spezielle Reverb- und Halleffekte zu erzielen. Dermaßen schleichen raue Synth-Orgelsounds, teils begleitet von Saitenscheppern, im unteren Tempobereich gefährlich dahin. Repetition und geschicktes Layering addiert die Effekte und mit solch einem Maschinenpark ergibt das Post-Industrial goes Minimal Music. Um doch eine Stilfestlegung zu wagen. Auf gewisse Weise bildet das Cover-Artwork sehr gut ab, wie Craven Faults klingt.