Fotos © Jonny Greet

Breaking Convention 2015

Die Breaking Convention in London ist die weltweit größte Konferenz in Sachen Psychedelika. skug erhielt das einzige Österreich-Presseticket und berichtet vom aktuellen Stand der Forschung.

Das Einzigartige der britischen Konferenz Breaking Convention, die auch dieses Jahr wieder in den repräsentativen Räumlichkeiten des Royal Naval College in Greenwich Village getagt hat, zeigt sich allein schon darin, die BesucherInnen mit einem beim besten Willen nicht bewältigbaren Ûberangebot zu konfrontieren. Zwar gab es etwa bei der letzten Entheovision in Berlin[1] ebenfalls parallel laufende Veranstaltungen, aber in London waren es insgesamt vier (über drei Stockwerke verteilte) Auditorien, in denen von Freitag bis Sonntag von 9 to 5 gleichzeitig Vorträge gehalten wurden. 

Daneben standen zahlreiche Workshops (mit so merkwürdigen Titeln wie »Cymagick«, »Spirits read Foucault« oder »Psychedelic Sex«) zur Auswahl, außerdem lief eine eigene Filmschiene mit dokumentarischen Lang- und eher künstlerischen Kurzfilmen und last not least konnte man abends zur »Nites of Eleusis«-Partyschiene mit Konzerten, DJs und Performances. Hier wurde man (sound-)ästhetisch nicht gerade vom Hocker gerissen, konnte aber gemütlich ein Bier trinken, eventuell eine Kräuterzigarette rauchen und die anderen KonferenzbesucherInnen kennenlernen.
Ästhetisch leider ebenso wenig überzeugen konnten die in den Gängen der Universität aufgehängten Kunstwerke, die zumeist aussahen, als hörte man am besten »Goa-Musik« dazu. Psychedelic Art wurde hier eher eng gefasst. Das substanzinduzierte Aufsteigen unbewusster Inhalte erschien dadurch, als bliebe es notwendigerweise auf spezifische Sujets und Bilder beschränkt; auch die Darstellungsweise war Traditionen verpflichtet, die künstlerisch kaum überzeugen konnten.

Eklektizistische Deutungsvielfalt

Bei der Programmierung der »akademischen« Schiene, d. h. der den eigentlichen Kern der Konferenz bildenden Vortragsreihe, wurde hingegen ein fröhlicher und fast schon waghalsiger Eklektizismus betrieben. Anderen Konferenzen, wie etwa der niederländischen Stitching Open[2], dient eine dezidiert wissenschaftliche Ausrichtung als Selektionskriterium. In London achtete man hingegen eher darauf, dass möglichst viele unterschiedliche Perspektiven psychedelischer Phänomene eröffnet wurden. Und auf diese Weise kam man der Natur der ›bewusstseinserweiternden‹ Substanzen, deren Wirkungsspektrum bekanntlich von den jeweiligen Umständen der Verabreichung ebenso bedingt wird wie von der Erfahrung und Erwartungshaltung des konkreten Individuums, alles in allem vermutlich etwas näher als allein durch streng wissenschaftlich-objektivierende Herangehensweisen. 

Manche, besonders Ayahuasca-Aficionados oder Peyote-Esser, zeigten sich beseelt von einem gewissen Bekehrungswillen: Mit psychedelischen Mitteln solle ein direkter Draht zum Göttlichen gelegt werden, der den oder die Einzelnen sich als Teil des kosmischen Ganzen erfahren lasse. Diese gerade für die ›Naturdrogen‹ typische Schlagseite ergibt sich daraus, dass deren Konsum meist rituell abgefedert stattfindet. So darf etwa der Peyote-Kaktus in den USA nur von Mitgliedern der Native American Church konsumiert werden[3], und das aus zerkochten Lianen bestehende, Ayahuasca genannte Gebräu wird entweder unter der Leitung von Schamanen im Regenwald oder unter den Dächern der União do Vegetal bzw. eine der vielen anderen, aber ähnlich synkretistisch gestalteten Sekten oder Kirchen, denen das Pflanzengemisch ebenfalls als heiliges Sakrament gilt, eingenommen. Und auch die in Österreich angebotenen Zeremonien finden in der Regel unter Obhut von (Neo)Schamanen statt, die gewisse Reinheitsgebote (etwa einige Tage vor der Veranstaltung keinen Alkohol zu trinken, kein Schweinefleisch zu essen und sexuell enthaltsam zu sein) auferlegen.[4]

 

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Immanentizing the Eschaton? 

Dann traten diejenigen auf, die vorgeben, an nichts weiter als an chemischen Strukturen interessiert zu sein – tatsächlich aber immer neue research chemicals und damit auch neue legal highs produzieren.[5] Andere wiederum würden LSD & Co. vor allem zur Inspiration für poetische Höhenflüge nutzen, wie etwa der Psychedelik-Veteran Dale Pendell. Einige zeigten sich eher verschwörungstheoretisch eingestellt, dabei aber kaum imstande, ihre Theorien zu beweisen. Sehr viele hingegen erhofften sich effizientere und nachhaltigere Therapiemöglichkeiten, z. B. für Alkoholismus, Angststörungen oder Autismus (um nur beim Anfang des Alphabets zu bleiben). Wiederum andere fürchteten, dass derartige ›kosmetische‹ Engführungen die kosmopolitische Stoßrichtung der mitunter alles-erschütternden Substanzen allzu sehr in den Hintergrund drängen. So gab etwa Alan Piper zu bedenken, dass eine medizinische Lizenzierung – für viele nur der erste, notwendige Schritt in Richtung Legalisierung – mit einer politischen Vereinnahmung einhergehen könnte. Oder haben diese potentiell revolutionären Stoffe ohnehin bereits ihr »psychedelic mojo« verloren?

Agenda Mainstreaming
Im Großen und Ganzen herrschte aber doch Einigkeit, wenn es um die Unerlässlichkeit einer Rationalisierung der herrschenden Drogengesetze geht. Und dies nicht zu Unrecht: Inzwischen gilt es ja auch wissenschaftlich als ausgemacht, dass der legal erhältliche Alkohol im Hinblick auf Suchtpotential, chronische Gesundheitsschäden oder erhöhte Gewaltbereitschaft alles Psychedelische weit hinter sich lässt.[6]  

Bildschirmfoto_2015_12_08_um_17.18.41.pngZu den einflussreichsten PräsentatorInnen auf der Breaking Convention 2015 gehörten Rick Doblin und Amanda Feilding. Ersterer ist der Gründer der Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS) und Feilding rief die Beckley Foundation ins Leben. Beide gehen davon aus, dass der prohibitionistische Zeitgeist am besten mit wissenschaftlichen Untersuchungen zurechtgerückt werden kann. Von der Beckley Foundation werden z. B. die Forschungen des umtriebigen Robin Carhart-Harris finanziert, der die biochemischen Vorgänge in halluzinierenden Gehirnen mit medizinischen High-Tech-Verfahren wie funktionelle Magnetresonanzthomographie (fMRT) und Magnetoenzephalographie (MEG) visualisiert – und mit Emphase[7] interpretiert. Ebenfalls ein Star (innerhalb) der wissenschaftlichen Community ist Teri Krebs, konnte doch ihre gemeinsam mit PaÌŠl-Ørjan Johansen verfasste Metastudie »Psychedelics and Mental Health« (2013) den kausalen Zusammenhang von Psychedelika-Konsum und Schizophrenie endgültig als Mythos entlarven. Kürzlich gründeten die beiden die Non-Profit-Organisation EmmaSofia zur Popularisierung von MDMA und Psilocybin in Norwegen.[8] Der Titel ihres Vortrags auf der Konferenz lautete: »Your human right to use psychedelics.« 

Psychedelische Philosophie
Wie schwer es ist, eine umfassende philosophische Perspektive auf das psychedelische Phänomen zu entwickeln, zeigte der in Tschechien lehrende Vit Pokorny, indem er Disziplinen über Disziplinen auflistete, die man nicht außer Acht lassen könne, wenn man das Psychedelische auf den Begriff bringen möchte. Seine Lösungsvorschlag lautete nicht über die, sondern mit der psychedelischen Erfahrung, bzw. von dieser ausgehend zu denken.
Dem philosophisch daherkommenden Titel nicht ganz gerecht werdend, aber dennoch nicht uninteressant war das vom Parapsychologen und Mitveranstalter der Konferenz David Luke geleitete Panel »The Ontology of DMT Entities«. Wie die zahlreichen erhobenen Hände im übervoll besetzten Hörsaal zeigten, ist es im DMT-Rausch – der aufgrund seiner kurzen Wirkdauer auch als business men’s trip bekannt ist[9] – offenbar keine Seltenheit mit seltsamen Entitäten wie Fabelwesen oder gar Außerirdischen zu interagieren. Dies bewiesen auch die auf der Konferenz erstmals präsentierten Ergebnisse von breiter angelegten Umfragen: nicht, dass es tatsächlich zu ›Begegnungen der dritten Art‹ gekommen ist, sondern dass man davon überzeugt ist, solche gehabt zu haben.

Wahnsinn und Ûbertragung
Wenn jemand infolge einer ›Intoxikation mit Halluzinogenen 1. Ordnung‹[10] nicht nur, wie ohnehin üblich, aus der Fassung geraten sollte, sondern panisch reagiert und nicht mehr zu beruhigen ist, sei es das Letzte, was man tun sollte, diesen einfach im nächstgelegenen Krankenhaus abzuliefern, versicherte der Psychiater Chris Halway in seinem Vortrag »Psychonauts going psychonuts«. Denn hier bestünde die Gefahr einer unsachgemäßen Behandlung, besonders – aber leider nicht nur! – wenn die tatsächlichen Ursachen der temporären Verrückung verschleiert werden; was zur Folge haben könnte, dass sich gewisse, unangenehme Momente des vorübergebenden Ausnahmezustands verfestigen … Besser sei es, den Eindrücken möglichst freien Lauf zu lassen und, wenn man sich einmal gar nicht mehr anders zu helfen wüsste, ›Benzos‹ oder dergleichen zu verabreichen, um einen erholsamen Schlaf einzuleiten.
Bildschirmfoto_2015_12_08_um_17.46.19.pngDer Psychiater Thorsten Passie, der lieber von peak als von mystical experiences spricht, berichtete von aussichtsreichen Ergebnissen beim Einsatz von LSD zur Behandlung von Angststörungen, die häufig mit lebensbedrohlichen Erkrankungen einhergingen. Und auch der Laing-Schüler Andrew Feldmar weiß die psychedelische Substanz für seine therapeutischen Zwecke zu nutzen. Zum Einsatz derartiger Hilfsmittel komme es in seiner Praxis aber nicht, sondern immer nur bei den PatientInnen zu Hause, denen zudem – aus rechtlichen Gründen – die Beschaffung der Drogen obliege. Empfohlen werde überdies, dass der Therapeut diese, zwar relativ niedrig dosiert, aber ebenfalls zu sich nehme; ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich der/die Patient/in wie ein Versuchskaninchen fühlt, so dass kein tiefergehendes Gespräch möglich sei.

Die üblichen Verdächtigen
Per »Skypedelia« zumindest semipräsent war Rick Strassman, dessen Forschungen zur Phänomenologie der DMT-Erfahrung in den 1990er Jahren gewissermaßen den Anstoß zur aktuellen »Psychedelischen Renaissance« gaben, handelte es sich dabei doch um die allererste, offiziell genehmigte Halluzinogenstudie seit dem sogenannten Krieg gegen Drogen, zumindest in den USA.[11] Neuerdings plädierte Strassman dafür, dass die Neurotheologie (d. h. die Rückführung des Religiösen auf biochemische Wurzeln) durch Theoneurologie ersetzt oder wenigstens ergänzt werde – und empfiehlt die Einrichtung DMT-gestützter Bibellesekreise. Far out! Kaum denkbar, dass er damit wieder Schule machen wird, aber einige Hipster-Bärte stehen wohl schon bereit, um sich ihrer prophetischen Rolle bewusst zu werden.
Ebenfalls ›nur‹ als übergroßer an die Wand projizierter Kopf erschien Jim Fadiman, der vermeintlich Neues über die Vorteile des »Micro-Dosing« zu berichten wusste. Nachdem lange brachliegende, pionierhafte Studien endlich wieder aufgegriffen werden konnten, bestätige sich, dass LSD & Co. bereits (oder insbesondere) in sehr geringer Dosierung, als Intelligenz-, Ausdauer- und Kreativitätsverstärker funktionieren können.

Kosmopolitische Stoßrichtung
Völlig abwesend war leider der eigentlich angekündigte Ethnobotaniker Jonathan Ott, welcher vor allem für sein Engagement zur Popularisierung des Terminus technicus »Entheogen«[12] bekannt ist. Er sei zwar in London gelandet, aber seither habe man nichts mehr von ihm gehört, so der Ethnologe Cameron Adams, der ebenso für die Konferenz verantwortlich zeichnete, und in seinem Vortrag unter Rekurs auf Gregory Bateson eher versöhnliche Töne anschlug, indem er etwa die Polizei nicht als Feind, sondern als eine andere Kultur vorstellte und einen »Sinn für Kohärenz« als wesentliches Moment von Heilprozessen behauptete.
Eher der entheogenen Fraktion, und zwar deren militantem Arm, gehört Baba Moudou Baqui aus Detroit an. In seinem enthusiastisch-mitreißenden Vortrag plädierte Baqui dafür, sich nicht auf trips zu begeben, sondern sich via Psychedelika in den »Krieg« zu stürzen, um »neue Archetypen« zu erkämpfen. Die »spirituellen Technologien«, wie DMT oder Psilocybin, sollten besonders zur Förderung emanzipatorischer Zwecke eingesetzt werden. Und dazu bräuchte es vor allem eines, nämlich higher doses

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Kein Ende der Geschichte
Im die Konferenz abrundenden Dialog zwischen Daniel Pinchbeck, der sich bekanntlich damit brüstet unzählige solch hoher Dosen eingeworfen zu haben,[13] und dem britischen Politclown Russel Brand wurde eine Strategie zur Perpetuierung der psychedelischen Mission nahegelegt, die sich am besten mit der Formel »to hijack the conflicts that are already there« zusammenfassen lässt. Man solle also die psychedelische immer mit einer anderen, politisch bereits existierenden Agenda verbinden. Wie etwa Pinchbeck das mit ökologischen Belangen macht. Auf des Letzteren Vorschlag dem anscheinend an der Wurzel gesellschaftlicher Probleme liegenden wissenschaftlichen »Materialismus« mit einer spiritual science – im Geiste Rudolf Steiners! – zu Leibe zu rücken, reagierten viele jedoch eher mit ängstlichem Ressentiment als hoffnungsfroh.

 *

Aber was als wirklich gilt in Frage zu stellen, ist eben nur aus einer naiv realistischen Position betrachtet einfach verrückt oder schlicht abwegig. In den Augen der Anwesenden, deren Pupillen wohl alle schon einmal ordentlich erweitert waren, scheinen die psychedelischen Pharmaka jedenfalls probate Katalysatoren zu sein, um Ausblicke aus dem Capitalist Realism – der ja nicht nur unsere Arbeitsweise bestimmt, sondern auch unsere Fantasien im Zaum hält[14] – zu erlauben, und womöglich sogar Auswege aus der globalen Krise ebnen zu können. Zuviel des Guten? Gibt es nicht. 


Populärwissenschaftliche Einführung zum Thema:
Paul-Philipp Hanske, Benedikt Sarreiter: »Neues von der Anderen Seite. Die Wiederentdeckung des Psychedelischen«
Berlin: Suhrkamp Verlag, 327 Seiten, EUR 18,-


[1] Vgl. skug # 95 bzw. www.skug.at/article7540.htm

[2] Viele Vorträge der vergangenen Jahre finden sich online unter: www.stichtingopen.nl. Ebenso vielseitig programmiert (und ähnlich besetzt) war hingegen Horizons-Konferenz in New York, die diesen Oktober — zum ersten Mal in neuen, größeren Räumlichkeiten tagte, vgl. www.horizonsnyc.org.

[3] In Österreich ist, wie bei Marihuana-Pflanzen, die Aufzucht und der Verkauf erlaubt, der Konsum aber verboten.

[4] Ayahuasca schlägt dermaßen breite Wellen, dass es inzwischen sogar seinen Weg in die Tagespresse geschafft hat, vgl. http://derstandard.at/Ayahuasca-Der-heimliche-Hype-um-eine-bittere-Liane.

[5] Wie z. B. »1P-LSD«, das sehr ähnlich wie LSD wirkt und – noch – einfach legal übers offizielle Internet (etwa via www.organic-synth.com) bestellt werden kann. Eine Anleitung für ›sichere‹ Bestellungen via Darkweb findet sich auf www.psychedelicsociety.org.uk.

[6] Wohingegen ein gelegentlicher Trip das allgemeine Wohlbefinden insgesamt eher positiv beeinflusst, tendenziell friedlich stimmt und kaum abhängig macht. »Je profunder die Drogenerfahrung, desto unmöglicher die Sucht«, weiß zum Beispiel auch Peter Sloterdijk. Vgl. ders.: Weltsucht. Anmerkungen zum Drogenproblem, erschienen in: P. Buchheim, M. Cierpka, Th. Seifert (Hrsg.): »Abhängigkeit. Psychotherapie im Wandel« (1991).

[7] Vgl.  https://vimeo.com/44412867 für einen sehr ›flashig‹ animierten Ûberblick zum Stand von Carhart-Harris’ Forschungen zu »Psilocybin and the Psychedelic State«.

[8] Vgl. www.emmasofia.org.

[9] Subjektiv können solche Ausflüge aber als sehr langwährend empfunden werden, gehört doch die Aushebelung des Zeitsinns zu den typischen Wirkungen von DMT.

[10] Zu den Halluzinogenen 2. Ordnung gehören insbesondere Nachtschattengewächse (wie die Schwarze Tollkirsche Atropa Belladona, aber auch der gute alte Fliegenpilz Amanita Muscaria), die zwar zumeist legal, aber aufgrund ihrer mitunter dissoziativen Wirkung mit mehr Vorsicht zu genießen sind. In der Nomenklatur des berühmten Berliner Toxikologen Louis Lewin (1850-1929) heißen diese Stoffe denn auch »Delirantia«, Halluzinogene 1. Ordnung bzw. die hier und heute Psychedelika genannten Substanzen wurden von Lewin hingegen unter »Phantastica« subsumiert.

[11] Vgl. dazu: Claudio Vannini und Maurizio Venturini: »Halluzinogene. Entwicklung der Forschung, 1938 bis in die Gegenwart – Schwerpunkt Schweiz.« (1990)

[12] En (»in«) + theos (»Gott«) + genestai (»bewirken«). Laut Ott am besten mit »becoming divine within« zu übersetzen. Dieser Neologismus sollte nach Ott et al. den von Humphrey Osmond geprägten Ausdruck »Psychedelika« ablösen, da dieser zu sehr mit ›gegenkulturellen‹ Konnotationen aufgeladen sei.  

[13] Vgl. ders.: »Breaking Open the Head. A Psychedelic Journey into the Heart of Contemporary Shamanism« (2003).

[14] Vgl. Mark Fisher: »Capitalist Realism: Is there no alternative?« 2009