Mina

A to B

bungalow

Kennt ihr den? Vier Berliner mit Indie-Rock-Sozialisation gehen in die Disco. Und heraus kommen – Mina! Doch ganz so einfach ist die Sache halt nicht, die Strukturen auf »A to B«, der zweiten Langrille von Masha, Hannes – die beiden spielen auch bei Contriva -, Norman und Christoph sind ungemein komplex. Dabei aber dermaßen catchy, dass die Musik schon beim ersten Hören funktioniert. Die Gefahr, dass der Sound sich zu schnell abnützt, ist jedoch keinesfalls gegeben, eher gewinnen Mina von Mal zu Mal an (Tanz-)Boden. Die Art und Weise, in der hier krachige Gitarren, elektronische Grooves und trockene Basslinien zusammenwirken, ohne retro zu klingen, ist momentan wohl auch einzigartig. Ebenso wie die Gleichzeitigkeit von kühler Distanziertheit und lasziver Funkyness. Dabei verlieren Mina nicht viele Worte, Keyboarderin Masha darf nur auf einem Track, »Desktop«, sehr charmant in nicht ganz akzentfreiem Englisch ein paar Zeilen singen. Doch diese Musik versteht sich ohnehin von selbst.