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Converge

»Hum of Hurt«

Epitaph/Deathwish

Das zweite Album in weniger als vier Monaten! Converge lassen es nach dem im Februar erschienenen »Love Is Not Enough« gleich nochmals krachen. Vor dem Start ihrer Europatour offeriert uns das Bostoner Quartett mit »Hum of Hurt« ein weiteres Mal eine halbstündige Katharsis in zehn Tracks. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger wurde das Tempo weitgehend gedrosselt. Die Intensität hat sich damit stellenweise sogar noch erhöht. Während sich diverse Metalcore-Epigon*innen mit ähnlichen Manövern nicht selten in Richtung monotone Belanglosigkeit moshen – zu viel vom Ewiggleichen –, bleiben Converge als Meister der Dynamik atemberaubend frisch. Bei aller rhythmischen Finesse klingen die neuen Tracks straighter, zum Teil auch eigenwillig groovy, mit scharf schneidender Noise-Rock-Kante. Jacob Bannon setzt thematisch dort fort, wo er auf »Love Is Not Enough« aufgehört hat. So laut er auch schreit, so künden seine Reflexionen aus dem beschädigten Leben doch von fragiler Männlichkeit. Tja, »Doom in Bloom« eben. »Hum of Hurt« kann sowohl als Fortsetzung des Vorgängeralbums als auch für sich allein stehend gehört werden. Was dieses Album definitiv nicht ist, ist eine Resteverwertung von Outtakes. Preispolitisch kann man die Entscheidung, in so kurzem Abstand zwei Alben mit der Länge eines einstündigen Albums rauszubringen, freilich immer kritisieren; musikalisch macht das im Falle Converge aber durchaus Sinn. Zwanzig Schläge zum Preis von – genau: zwanzig Schlägen. Live nicht versäumen in der Wiener Arena am 2. Juli 2026!

Home / Rezensionen

Text
Peter Kaiser

Veröffentlichung
15.06.2026

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