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Ch’ahom

»Anthropic Rites of Sublimation«

20 Buck Spin

Black Death’n’Doom aus Essen, verlegt auf dem amerikanischen Label 20 Buck Spin, einer renommierten Adresse für nicht selten experimentellen Extreme Metal. Bands wie Dream Unending oder Tomb Mold sind dort zu Hause, und wer mit denen was anfangen kann, wird sicher mit Ch’ahom nicht fremdeln. Nehmen wir noch Spectral Voice dazu und, aus Gründen der thematischen Orientierung von Ch’ahom, die verblichenen Necros Christos, dann sind wir per Namedropping schon ziemlich nah dran am Sound der Band aus dem Ruhrpott. Sie brauchen nicht einmal eine halbe Stunde, um ihre Hörerschaft ordentlich zu vermöbeln und mithilfe dissonant ineinander verdrehter Gitarrenriffs, Blastbeats und einer unheilvoll röchelnden Stimme in einen tiefschwarzen Abgrund hinabzustoßen. Und wie das so ist mit der lockenden, mythisch verklärten Dunkelheit – sie will durchdrungen oder gar ergründet werden. Thematisch gerahmt wird die atmosphärisch dichte Finsternis auf »Anthropic Rites of Sublimation« durch eine archaisch-religiös inspirierte Erzählung um eine bodenlose Kultstätte und ihre rituell dargebrachten menschlichen Opfer. Ich will da nicht ins Detail gehen. Nacherzählt klingt sowas immer albern. Solche Geschichten sind wie der Plot eines übernatürlich oder psychologisch inspirierten Horrorfilms dazu da, erfahren und nicht erzählt zu werden. Wer also eine Vorliebe für kosmischen Horror, archaische Opfermythen und ebenso kompromisslosen wie atmosphärischen Sound hat, der kann sich von Ch’ahom abholen und ins Loch werfen lassen!

Home / Rezensionen

Text
Holger Adam

Veröffentlichung
30.09.2026

Schlagwörter

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