Nichts weniger als ein magisches Dreampop-Tribut an die Liebe gelingt dem Pariser Duo Lovers in ihren »Liebesbriefen« auf dem schwedischem Label Thanatosis. Diese Klänge, gewachsen aus freier Improvisation, entfalten sich langsam. transformieren sich gleichsam in Songs, wo Giani Caserottos zauberhaft flirrende Gitarrenmelodien und ein durchaus geräuschvoll-warmes Unterfutter die geheimnisvolle Stimme Linda Oláhs in überirdische Sphären tragen. Über sage und schreibe neun lange Jahre reifte dieser prächtige Liederschatz im Pendelverkehr zwischen den Reglern der Sound Engineers Linus Andersson im Elementstudion Göteborg und Baptiste Germser im Pariser Studio Atelier 18. Es sind behutsam gesetzte Dissonanzen, die mit himmlischen Harmonien einen fantastischen Klangbogen von enormer Tragweite spannen. Oláh und Caserotto spinnen quasi die Serenaden von Troubadouren, die einst von Lauten begleitet wurden, ins Hier und Heute, dank Effektpedalen und wohldosierter Electronic Procession. Erst das Heranreifen in Produzentenhänden macht aus »Lettres d’amour« ein Juwel, welches die Lovers noch dazu sentimental wundervoll ausklingen lassen: Wer beim Lauschen der Schluss-Elegie »Farväl« nicht ergriffen schwelgen kann, dem ist nicht zu helfen: Linda Oláh haucht: »Because I loved you endlessly / Tenderly, painfully / And I love you still / And I always will«.
Lovers
»Lettres d’amour«
Thanatosis
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